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Jagdbrauchtum

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Das Jagdbrauchtum


Darunter versteht man, das Verhalten der Jäger während der Jagd, wie zum Beispiel die Begrüßung und die Jägersprache. Zur Jägersprache gehören die Begrüßung " Weidmannsheil " und das " Weidmannsdank " zum Abschied und als Glückwunsch nach einer erfolgreichen Jagd.

Zum Jagdbrauchtum gehört auch das Jagdhorn und die Signale, sowie auch die Jagdbekleidung. Allerdings darf man das Jagdbrauchtum nicht mit der Weidegerechtigkeit verwechseln. Darunter versteht man die Pflege des Wildes und der Fischbestände, es werden auch keine grausamen Jagd- und Angelmethoden angewendet. So dürfen Jäger in Deutschland den Schrotschuss auf Rehe nicht mehr anwenden, in der Schweiz und in Schweden ist das noch möglich. In österreich ist das Waidrecht ähnlich wie in Deutschland formuliert.

Diese Regeln sind nicht fix, sie werden immer wieder erweitert und sind deshalb immer aktuell. Man könnte auch sagen, das Waidrecht ist der Vorläufer des modernen Tierschutzgesetz.


Das Jagdhorn zur Verständigung und Wertschätzung


Schon im Mittelalter war das Jagdhorn ein wichtiger Bestandteil der Jagd und das ist es bis heute geblieben. Die ersten Jäger verwendeten schon das Horn des Uhrrindes während der Jagd als Signalhorn. Das moderne Horn ist ein ventilloses Blechblasinstrument. Damit kann man, wegen der Bauart, nur wenige Naturtöne hervorbringen, diese sind aber sehr wichtig, denn so können sich die Jäger über weite Entfernungen verständigen.

Es gibt aber zwei Jagdhörner, nämlich das Parforcejagdhorn, großes Horn, und das Fürst-Plessa-Jagdhorn, kleines Horn. Das Parforcejagdhorn wurde im 18. oder 19. Jahrhundert von Frankreich für die deutsche Jagd übernommen, aber erst seit dem 20. Jahrhundert ist es ein fixer Bestandteil der heimischen Jagdgemeinschaft. Das Fürst-Plessa-Jagdhorn wird seit 1870 als Signalhorn eingesetzt.

Das Horn wird aber nicht nur bei der Jagd verwendet, es wird auch bei Feiern eingesetzt. Mit dem Jagdhorn wird auch das Jagdliche Brauchtum und die Kultur gepflegt.


Die Jagdbekleidung


Sie gehört natürlich auch zum Jagdbrauchtum. Jäger tragen zur Jagd und zu Treffen eine an den Anlass angepasste Jagdbekleidung. Die Jagdbekleidung richtet sich nach keinen Richtlinien, Jäger können selbst entscheiden, was sie tragen möchten. Einige bevorzugen eine Kniebundhose aus Leder, dazu Stutzen und eine Loden Jacke und einen Hut mit einer Jagdtrophäe, zum Beispiel einem Gamsbart. Zu einem festlichen Anlass wird sehr oft ein Jagdanzug getragen.

Immer öfter interessieren sich Frauen für die Jagd, deshalb gibt es auch die passende Bekleidung für Frauen.

Für eine Gesellschaftsjagd, darunter versteht man eine Jagd mit mehr als vier Teilnehmern, wie die Treibjagd sollte spezielle Signalbekleidung getragen werden. Hier muss eine Signaljacke getragen werden. Mit den gelben oder orangen Leuchtfarben und den lichtreflektierenden Streifen sind die Jagdteilnehmer gut sichtbar, damit ist für die Sicherheit aller Beteiligten gesorgt.